Das ist UN Women
UN Women ist die Vereinte Nationen Organisation für Gleichstellung der Geschlechter und die Stärkung von Frauen. Sie setzt sich weltweit dafür ein, dass Frauen und Mädchen gleiche Chancen haben, frei von Gewalt leben können und in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gleichberechtigt teilhaben.
UN Women Austria ist die lokale Repräsentanz von UN Women in Österreich. Sie arbeitet daran, die globalen Ziele der Gleichstellung und Gewaltprävention in Österreich sichtbar zu machen, Bewusstsein zu schaffen und Projekte zu unterstützen, die Frauen, Mädchen sowie Trans- und inter Personen stärken.
UN Women arbeitet weltweit daran, Gleichstellung zu verwirklichen und Gewalt gegen Frauen und marginalisierte Geschlechter zu beenden.
Die Ziele von UN Women
Beendigung von Gewalt gegen Frauen und Mädchen
Gewalt gegen Frauen ist eine der häufigsten Menschenrechtsverletzungen weltweit. UN Women arbeitet daran, Prävention, Schutz, Strafverfolgung und Unterstützung für Überlebende zu stärken.
Dazu gehören Programme gegen häusliche und sexuelle Gewalt, Menschenhandel, Femizide, Gewalt im öffentlichen Raum sowie digitale Gewalt. Gleichzeitig unterstützt UN Women Staaten beim Aufbau von Gesetzen, nationalen Aktionsplänen und Datenerhebung, um Gewalt systematisch zu bekämpfen.
Politische Teilhabe und Frauen in Führungspositionen
UN Women setzt sich dafür ein, dass Frauen gleichberechtigt an politischen Entscheidungsprozessen teilnehmen – auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene.
Studien zeigen: Wenn Frauen in politischen Führungspositionen vertreten sind, werden Gesetze gegen Gewalt konsequenter umgesetzt und soziale Schutzsysteme gestärkt.
UN Women fördert daher Frauen in Parlamenten, Regierungen, Wahlprozessen und Friedensverhandlungen.
Wirtschaftliche Selbstbestimmung als Schutz vor Gewalt
Wirtschaftliche Abhängigkeit ist einer der größten Faktoren, der Frauen daran hindert, Gewalt zu entkommen.
UN Women fördert gleichen Zugang zu Arbeit, fairer Bezahlung, Land, Eigentum, Finanzmitteln und Unternehmertum. Ziel ist es, Frauen wirtschaftlich zu stärken, Armut zu reduzieren und strukturelle Ungleichheiten abzubauen.
Frieden und Sicherheit aus feministischer Perspektive
In Konflikt- und Postkonfliktregionen steigt das Risiko sexualisierter Gewalt drastisch.
UN Women arbeitet daran, Frauen aktiv in Friedensprozesse, Sicherheitsstrukturen und Konfliktpräventioneinzubinden. Der Ansatz „Women, Peace and Security“ stellt sicher, dass Gewalt gegen Frauen nicht als Randthema, sondern als zentrales Sicherheitsproblem behandelt wird.
Stärkung junger Frauen und Mädchen
Junge Frauen und Mädchen spielen eine Schlüsselrolle im gesellschaftlichen Wandel.
UN Women fördert Bildung, politische Teilhabe und Leadership-Programme für junge Menschen, um frühzeitig Gewalt, Diskriminierung und schädliche Geschlechternormen aufzubrechen.
Frauen und Mädchen mit Behinderungen
Junge Frauen und Mädchen spielen eine Schlüsselrolle im gesellschaftlichen Wandel.
UN Women fördert Bildung, politische Teilhabe und Leadership-Programme für junge Menschen, um frühzeitig Gewalt, Diskriminierung und schädliche Geschlechternormen aufzubrechen.
Null Gewalt gegen Frauen und Mädchen
Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist eine der häufigsten Menschenrechtsverletzungen weltweit. UN Womenarbeitet mit Regierungen, der Zivilgesellschaft und dem privaten Sektor zusammen, um Gewalt zu verhindern, Betroffene zu schützen und Gleichberechtigung zu fördern.
„Gewalt gegen Frauen ist kein Einzelfall, sondern ein globales Menschenrechtsproblem – und sie endet nur dort, wo Gleichstellung, Schutz und Prävention gemeinsam gedacht werden.“
Warum Gewalt gegen Frauen kein Einzelfall ist
Weltweit erlebt jede dritte Frau körperliche oder sexuelle Gewalt, meist durch einen (Ex-)Partner. Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist eine schwerwiegende Menschenrechtsverletzung mit massiven kurz- und langfristigen Folgen für die körperliche, sexuelle und psychische Gesundheit – bis hin zum Tod.
Diese Gewalt schränkt nicht nur das individuelle Leben von Frauen ein, sondern verhindert ihre volle gesellschaftliche Teilhabe. Die Auswirkungen reichen weit über die Betroffenen hinaus und betreffen Familien, Gemeinschaften und ganze Länder. Sie verursachen hohe soziale und wirtschaftliche Kosten, etwa durch Belastungen für Gesundheitssysteme, rechtliche Verfahren und Produktivitätsverluste.
Zwar haben viele Staaten Gesetze gegen häusliche Gewalt verabschiedet, doch nur ein Teil verfügt über umfassende Regelungen. Studien zeigen jedoch deutlich: Länder mit entsprechender Gesetzgebung verzeichnen niedrigere Raten von Partnergewalt als Länder ohne solche Gesetze.
UN Women verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz zur Beendigung von Gewalt. Grundlage sind internationale Abkommen wie die UN-Frauenrechtskonvention (CEDAW) und die UN-Erklärung zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen. Da nur etwa 40 % der betroffenen Frauen überhaupt Hilfe suchen, setzt UN Women sich besonders für den Zugang zu qualitativ hochwertigen, sektorübergreifenden Unterstützungsangeboten ein – insbesondere für Frauen, die mehrfach diskriminiert werden.
Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf Prävention: durch frühe Bildung, die Förderung respektvoller Beziehungen und die aktive Einbindung von Männern und Jungen. Prävention gilt als der wirksamste und langfristig kosteneffizienteste Weg, Gewalt zu stoppen. Ergänzend verbessert UN Women gemeinsam mit Partnern die Datenerhebung und -analyse, um Gewalt besser zu verstehen und wirksame Maßnahmen gezielt umzusetzen.
Mit Initiativen wie Safe Cities and Safe Public Spaces investiert UN Women seit Jahren weltweit gezielt in den Schutz von Frauen und Mädchen vor Gewalt – besonders in öffentlichen Räumen und in Regionen mit hohem Risiko.



